BDKJ zeigt Gesich bei #wirsindmehr

Junge KatholikInnen aus Baden-Württemberg reisen zum Konzert gegen Rechtsextremismus und für Demokratie in Chemnitz

Ankunft in Chemnitz; Bildquelle: BDKJ

 „Wir dürfen den Naziparolen und der Hetze gegen Menschen anderer Herkunft nicht länger schweigend zusehen. Dem vergangene Woche offen zur Schau gestellten Rechtsextremismus und Fremdenhass muss nun entschieden entgegen getreten werden. Und zwar mit dem deutlichen Signal: Wir sind mehr.“ Diese Ansicht vertreten die 60 jungen Erwachsenen, die sich am 3. September mit einem Reisebus nach Chemnitz aufmachten.

Die Fahrt zum „Wir sind mehr“-Konzert gegen Rechtsextremismus und für Demokratie bot der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Rottenburg-Stuttgart an, nachdem sie von einigen Verbandsmitgliedern dazu angefragt wurden. Über die sozialen Netzwerke meldeten sich innerhalb weniger Stunden 60 junge Menschen für diese spontane Aktion an. „Toll, wie schnell so viele unserem Aufruf für das Einstehen für Toleranz und Nächstenliebe gefolgt sind und nun stellvertretend für den gesamten BDKJ Rottenburg-Stuttgart in Chemnitz Flagge zeigen gegen rechte Gewalt, rechte Hetze und rassistische Inhalte“, freut sich Alexandra Guserle, Diözesanleiterin BDKJ/BJA.

Gemeinsam mit rund 65.000 KonzertteilnehmerInnen, die aus ganz Deutschland angereist waren, hielten die jungen Erwachsenen aus dem Schwabenland eine Schweigeminute für den durch eine Messerattacke verstorbenen Deutsch-Kubaner.

Dem Dachverband katholischer Jugendverbände ist klar, dass es sich bei den Naziaufmärschen in Chemnitz um kein ostdeutsches Phänomen handelt. Ganz Deutschland hat ein Rassismusproblem. „Wenn jedoch tausende Menschen in Sachsen rechtsextreme Parolen skandieren und Jagd auf Menschen mit vermutetem Migrationshintergrund machen, dann müssen wir dort und überall, wo Ähnliches auftritt, deutlich machen, dass die Mehrheit in Deutschland das nicht toleriert und anders denkt“, erklärt Guserle.