Eltern und Kinder brauchen in der Corona-Krise Entlastung

Zum Internationalen Tag der Familie am 15. Mai fordert der Familienbund der Katholiken

Bildquelle: congerdesign auf Pixabay

Eine spürbare Entlastung von Eltern und Kindern hat der Familienbund der Katholiken (FdK) in Baden-Württemberg angemahnt. Viele Familien seien durch die Corona-Krise an den Grenzen ihrer Belastbarkeit angelangt, betonte der Verband am Freitag in Stuttgart und Freiburg anlässlich des Internationalen Tags der Familie. Zum bisher üblichen Familienalltag kämen Belastungen durch Ganztags-Essensversorgung der Kinder aufgrund fehlender Mensaangebote an Schulen und Kitas, Begleitung beim Lernen zuhause, Herausforderung durch neue digitale Medien bei Homeoffice und Home-Schooling. Der Verband fordert unter anderem verlässliche Online-Schulzeiten, gegebenenfalls rollierenden Präsenzunterricht für besonders bedürftige Schüler sowie ausgeweitete Angebote für Kindergartenkinder.

Der Verband zollt den Familien Respekt, besonders den alleinerziehenden Frauen und Männern. Sie hätten die Herausforderungen durch Corona bisher in der Regel solidarisch bewältigt, hieß es. Je länger die Krise allerdings andauere, desto mehr schwänden die Kräfte in den Haushalten. „Grundsätzlich kümmern sich Eltern gern um ihre Kinder“, stellt der Verband fest, „aber bei allem Engagement zuhause für Kinder, Betreuung, Beschulung und Haushalt sitzt das Homeoffice im Nacken.“ Entweder kämpften Eltern sich durchs Homeoffice mit vielen familiären Störungen oder sie müssten bis spät in die Nacht arbeiten. Solche Bedingungen schadeten der Arbeitsqualität und dem Familienwohl. Verkürzte Arbeitszeit ohne substantielle Lohneinbußen sowie bezahlte Betreuungszeiten könnten der Überlastung entgegenwirken, so der Familienbund der Katholiken.