Frauensolidarität in Krisenzeiten

Trotz Corona: Solibrot-Aktion von KDFB und MISEREOR

Der Katholische Deutsche Frauenbund startet Aschermittwoch zum neunten Mal seine bundesweite Solibrot-Aktion. Kooperationspartner ist weiterhin MISEREOR, das katholische Werk für Entwicklungszusammenarbeit. Bis Karsamstag beteiligen sich zahlreiche KDFB-Gruppen und Bäckereien an der Solidaritäts-Aktion.

Trotz oder gerade wegen der Corona-Pandemie setzt der KDFB sein entwicklungspolitisches Engagement fort. Frauen und Familien in Ländern des globalen Südens sind häufig besonders von den Auswirkungen betroffen. Ihre Lebensumstände gestalten sich noch schwieriger als sonst. „Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, Solidarität zu zeigen und sich weltweit für Menschen stark zu machen, die besonders unter der aktuellen Situation leiden. Ihre erheblich beeinträchtigten (Über)Lebensperspektiven bereiten uns Sorgen,“ erklären KDFB-Präsidentin Maria Flachsbarth und MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel. Sie betonen, dass es jetzt wesentlich darauf ankommt, sich trotz der ungewissen Lage im eigenen Land für gerechtere Lebensbedingungen überall einzusetzen: „Wir müssen auch an diejenigen denken, die keine medizinische Hilfe bekommen und deren Zukunftsperspektiven mehr als ungewiss sind. Deshalb machen wir uns auf Basis unseres christlichen Glaubens gemeinsam stark für eine gerechte Welt. Schöne Worte allein lindern keine Not. Taten wie die Solibrot-Aktion aber durchaus.“

Während der Fastenzeit (17.02.– 03.04.2021) bieten auf Initiative von KDFB-Gruppen zahlreiche Bäckereien ein so genanntes „Solibrot“ zum Kauf an. Dabei handelt es sich entweder um ein Brot nach neuem Rezept oder um ein Brot aus dem üblichen Sortiment, für das Kundinnen und Kunden einen zusätzlichen freiwilligen Beitrag, z.B. 50 Cent pro Brot, leisten. Damit unterstützen sie Projekte zur Förderung von Frauen und Familien in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Die Solibrot-Aktion ist Bestandteil der jährlichen bundesweiten MISEREOR-Fastenaktion. Diese steht 2021 unter dem Motto „Es geht! Anders“.