Gebt den Kindern ihre Rechte zurück!

Familienbund fordert auch in der Pandemie Rechte für Kinder

Im vergangenen Jahr ging es um die Kinderrechte mit dem Ziel, sie im Grundgesetz zu verankern.
Den Corona-Alltag von Kindern hätte eine Grundgesetzänderung wohl kaum verbessert. Denn was geschieht seit Beginn der Corona-Pandemie? Den Kindern und Jugendlichen werden ihre Rechte sang- und klanglos genommen. Immer wieder begründet mit dem Kindeswohl. „In Wirklichkeit geht es doch darum, dass Kinder und Jugendliche einfach den geringsten Widerstand bieten. Es ist leicht, Kinder per Verordnung ins Homeschooling zu schicken. Arbeitnehmende in ähnlich strikter Weise ins Homeoffice zu schicken, dafür ist entschlossene Politik nötig“, sagt Landesvorsitzender Michael Hagedorn. Dabei gibt es noch keinerlei Kohorten-Untersuchungen, die
transparent machen, wo die großen Infektionsherde sind. Warum werden dann ausgerechnet die Schulen und Kindergärten geschlossen?

Was müssen die Kinder nicht alles erleben: Profifußballer können ungehindert ihrem Berufssport nachgehen, Sportunterricht in der Schule findet nicht statt. Die Innengastronomie darf öffnen mit 2,5 qm pro Gast, Klassenzimmer dürfen nur mit halber Klassenstärke gefüllt werden, auch wenn in voller Besetzung mehr als 2,5 qm auf eine*n Schüler*in entfallen.
Die für die Kinder und Jugendlichen so wichtigen sozialen Kontakte fallen fast alle weg, ebenso gemeinschaftsfördernde Aktionen, gemeinsames Spielen, Klassenfahrten, Schulausflüge usw. „Wir im Familienbund vermissen kreative und phantasievolle Lösungen: Unterricht draußen, Ausflüge in kleinen Gruppen“, so Hagedorn weiter.

Kinder lernen im Moment vor allem: Wichtig sind die Leistungsüberprüfungen! Für Klassenarbeiten und Klausuren dürfen die Kinder und Jugendlichen das Schulgebäude betreten. Zum gemeinsamen Lernen jedoch nicht oder jedenfalls nur unter sehr restriktiven Bedingungen.

Der Familienbund appelliert an die politisch Verantwortlichen, Pandemiebekämpfung nicht mehr länger auf dem Rücken der Kinder auszutragen. Er fordert von der Landesregierung und dem Kultusministerium, die Rechte der Kinder ernst zu nehmen. Allen Kindern ist umgehend der uneingeschränkte Zugang zum Präsenzunterricht zu gewähren, ebenso müssen kreative Lösungen für Sport und Bewegung gesucht und umgesetzt werden.
Dadurch erhalten Kinder und Jugendliche wieder Möglichkeiten zu Begegnung und Austausch mit Gleichaltrigen und die Familien erfahren endlich die so notwendige Entlastung und Entspannung.