KAB Diözesanverbandstag tagt zum Thema Digitalisierung der Arbeit und wählt neues Führungsteam

„Digitalisierung und Kapitalismus – Was machen wir nur damit?“

Bilquelle: KAB DRS

Mit einem ambitionierten Aktionsprogramm unter dem Titel "Mehr Respekt, mehr Zeit - jetzt handeln" will die Katholische Arbeitnehmerbewegung-KAB Rottenburg-Stuttgart eine Pflegeoffensive starten.
Der Sozialverband will Themen aufgreifen, die die Menschen bewegen. Als Aktionsbewegung will sie Menschen zum Engagement für mehr Gerechtigkeit in der Arbeitswelt und Gesellschaft führen.

Der alle vier Jahre stattfindende Verbandstag wählte am 14.3. auch ein neues Führungsteam: Susanne Lutz, gelernte Krankenschwester und diplomierte Pflegewirtin (FH), wurde zur neuen Diözesanvorsitzenden der KAB gewählt. Sie war bereits Regionalsekretärin und KAB-Bildungsreferentin sowie Sprecherin des Arbeitskreises Internationales.

Der bundesweit bekannte Wirtschaftsjournalist und Kapitalismuskritiker, Dr. Wolfgang Kessler hielt ein Referat zum Thema Digitalisierung und Kapitalismus und betonte, dass jetzt der richtige Moment dafür sei, um über wirkliche Alternativen und Forderungen für einen grundlegenden Systemwechsel nachzudenken.
Inzwischen würden an den Börsen 100.000 Wertpapiere pro Millisekunde verkauft. Gerade dieser digitale Automatismus bei den Börsentransaktionen - ohne menschlichen Zugriff, alles über Computer gesteuert - habe den freien Fall der Aktienkurse mit ausgelöst. Das Fatale an der Situation sei, dass diese Verwerfungen auf dem weltweiten Finanzmarkt unmittelbbare Folgen für die Realwirtschaft habe, so der Referent.

Kessler sprach auch von Chancen der Digitalisierung, betonte aber, dass, wer die positiven Perspektiven der digitalen Technologien für die Menschen durchsetzen wolle, die Digitalisierung aktiv gestalten müsse. So müssten z.B. Tarifverträge verhindern, dass die Arbeit immer weiter entgrenzt werde.

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