KDFB fordert gleiche Entlohnung für gleiche Tätigkeiten

Rote Taschen als Zeichen für rote Zahlen in den Geldbörsen der Frauen am Equal Pay Day

Bildquelle: Mechthild Driessen/ KDFB

Der Equal Pay Day (EPD) findet wie im Vorjahr am 18. März statt. Jährlich wird er neu berechnet und markiert den Tag, bis zu dem Frauen länger arbeiten müssten, um auf das gleiche Gehalt zu kommen, das Männer bereits am Ende des Vorjahres erhalten.

„Es hat sich im Bereich der gerechten Entlohnung im Vergleich zum Vorjahr nichts verändert. Die Entgeltlücke beträgt laut Statistischem Bundesamt weiterhin rund 21%. Dies muss sich dringend ändern“, erklärt Annette Ruck, Diözesanvorsitzende des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Der Verband fordert, dass Frauen und Männer für die gleiche oder gleichwertige Arbeit auch dasselbe Entgelt erhalten. Außerdem muss an den Ursachen für die Entgeltlücke, z.B. familienbedingte Erwerbsunterbrechungen bei Frauen für Sorgearbeiten oder die überdurchschnittliche Präsenz von Frauen in Teilzeitarbeit wie im sozialen und personenbezogenen Dienstleistungssektor gearbeitet werden.

Der Equal Pay Day bietet die Gelegenheit, öffentlich auf Missstände der fehlenden Transparenz und der ungleichen Entlohnung hinzuweisen und Veränderungen zu fordern. Der KDFB ruft dazu auf, am 18. März mit einer roten Tasche, dem Markenzeichen des Equal Pay Day, auf die Straße zu gehen und sich an einer Veranstaltung, die auf Lohnungleichheit von Frauen und Männern aufmerksam macht, zu beteiligen. 

Die rote Tasche steht für rote Zahlen in den Geldbörsen der Frauen, doch Geschlechtergerechtigkeit und Entgeltgleichheit funktioniert nur mit schwarzen Zahlen. „Es wäre ein wirklicher Fortschritt, wenn 2019 der Equal Pay Day deutlich früher stattfinden würde. Dann wäre die Lohnlücke tatsächlich kleiner geworden und Geschlechtergerechtigkeit einen Schritt vorangekommen. Darauf werden wir als Frauenbund hinarbeiten“, lautet das Fazit der KDFB-Diözesanvorsitzenden.