Ökumenischer Frauenkreuzweg in Stuttgart als Online-Angebot

Der Frauenkreuzweg 2020 greift Anliegen von Frauen auf, die es in der Coronazeit besonders schwer haben

Der Ökumenische Frauenkreuzweg kann in diesem Jahr nicht wie gewohnt als Weg durch die Stuttgarter Innenstadt stattfinden. Aber es gibt ihn trotzdem: als Online-Angebot aus der Hospitalkirche. Veranstalterinnen sind die Evangelischen Frauen in Württemberg (EFW), der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) und das Katholische Bildungswerk Stuttgart (keb).
EFW-Landesfrauenpfarrerin Eva Bachteler und Claudia Schmidt, Geistliche Beirätin des KDFB, nehmen die Anliegen von Frauen auf, die es in der Coronazeit besonders schwer haben. Dazu tragen sie Impulse vor, die ihnen von Fachfrauen aus verschiedenen Lebensbereichen zur Verfügung gestellt wurden:

  • Frauen sind zurzeit verstärkt von häuslicher Gewalt bedroht. Davon berichten Mitarbeiterinnen des Vereins Frauen helfen Frauen e.V./Autonomes Frauenhaus Stuttgart.
  • Frauen sind in der Pflege besonders herausgefordert. Elke Eckert, Hausleiterin des Robert-Breuning-Stiftes, einem Pflegeheim mit 125 Bewohner*innen in Besigheim, berichtet über die aktuelle Situation.
  • Flüchtlingsfrauen in Deutschland und überall auf der Welt bekommen derzeit wenig Aufmerksamkeit für ihre Notlagen. Sie sind gleichzeitig aufgrund ihrer Lebenssituationen gesundheitlich besonders gefährdet. Darüber berichtet Dr. Birgit Dinzinger, Leiterin der Abteilung Migration des Diakonischen Werkes Württemberg.

Beim Mitbeten des Kreuzwegs verbinden sich Christinnen und Christen mit Frauen in besonderen Notlagen und bringen ihre durchkreuzten Lebenswege vor Gott. Ausschnitte aus den biblischen Passionserzählungen, Impulse und Musik der Klarinettistin Rebekka Kirchner gestalten die Liturgie.

Der Kreuzweg erscheint am Karfreitag um 12.00 Uhr auf der Startseite der Homepage der Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie auf dem YouTube-Kanal der Diözese.