Pflege braucht Zukunft

Die KAB fordert: Nach sieben Tagen Arbeit braucht es unbedingt zwei Tage frei

Die KAB startet eine Kampagne zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege.

Durch die Covid-19-Pandemie ist abermals deutlich geworden, dass sich bei den Arbeitsbedingungen in der Pflege etwas ändern muss. Dazu startete die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung am 11. Juli in Bietigheim-Bissingen eine Petition. Mit ihrer Unterschrift können alle Bürgerinnen und Bürger deutlich machen, dass Pflege mehr braucht als Beifall.

Konkret fordert die KAB ausreichende Schutzmaßnahmen und Covid-19-Tests für alle Pflegekräfte und verlässliche Erholungsphasen. Svenja Gruß aus Sersheim, neue Diözesansekretärin der KAB, präzisiert die Forderung: „Nach sieben Tagen Arbeit braucht es unbedingt zwei Tage frei! Das muss dringend im Arbeitszeitgesetz geregelt werden!“.

Christa Wolpert, verantwortlich für die Kampagne und ehrenamtliches Diözesanvorstandsmitglied, unterstrich zum Start der Kampagne, warum die KAB diese Aktion auf den Weg bringt: „Um ihre anspruchsvolle Aufgabe erfüllen und die Menschen würdevoll betreuen zu können, brauchen Pflegekräfte gute und faire Arbeitsbedingungen. Darin drückt sich echte Wertschätzung aus. Und dazu gehört ein bundesweit einheitlicher Tarifvertrag für alle Beschäftigten in der Pflege.“

Für die KAB ist ebenso klar, dass gute Tarife nur bezahlt werden können, wenn die Pflegeversicherung solidarisch finanziert wird. Das gelingt, wenn auch Beiträge aus Mieteinnahmen und Aktiengewinnen in die Pflegeversicherung einfließen.

Wer die Aktion über seine Unterschrift hinaus unterstützen und selbst Unterschriften sammeln möchte, kann sich beim Kampagnenhandy unter der Nummer 0159 06353201 oder bei der KAB per Mail an KAB(at)blh.drs.de melden.

Seit kurzer Zeit ist die Petition auch online zu unterzeichnen unter https://www.change.org/pflege-braucht-zukunft

Die Unterschriften werden den Kandidatinnen und Kandidaten vor den Land- und Bundestagswahlen übergeben, verbunden mit öffentlichen Podiumsdiskussion an mehreren Orten in der Diözese.