Programm

09:00 Ankommen bei Kaffee und Brezeln

09:30 Einstieg

Begrüßung: Dr. Johannes Warmbrunn, Sprecher des Diözesanrats der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Einführung ins Thema: Prälat Dr. Clemens Stroppel, Generalvikar der Diözese Rottenburg-Stuttgart

10:00 Impulse „Was entstehen kann!“

Mehrgenerationenhäuser ersetzen Großfamilien

Christl Hess, Bildungsreferentin, Mit-Planerin und Bewohnerin des Mehrgenerationenhauses Mühlbachhaus in Schorndorf

Das Mühlbachhaus wurde 2007 nach mehrjähriger Planungs- und Bauphase bezogen. Es bietet in dreißig individuell zugeschnittenen Wohnungen generationenübergreifendes, einkommensgemischtes, gemeinschaftliches und stadtnahes Wohnen für Jung und Alt, Alleinerziehende, Familien, Paare und Singles. Christl Hess berichtet von der Idee, der Umsetzung und vom gemeinsamem Wohnen und Leben.

Gemeinsam sind wir stark: als Gemeinschaft planen, bauen und wohnen

Thomas Schmitt, Immobilienökonom, Projektentwickler, Vorstandsvorsitzender der „pro... gemeinsam bauen und leben Wohngenossenschaft eG“

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von „pro…“ beraten Baugemeinschaften und stärken interessierte Gruppen in ihrer Entscheidungsfähigkeit. Ziel ist es, bürgerschaftliches Engagement im Sozialraum zu stärken und Menschen zusammenzubringen, damit eine lebendige Hausgemeinschaft entsteht. Thomas Schmitt stellt verschiedene Wohnprojekte vor, bei denen „pro…“ gemeinschaftliche Wohnprojekte in der Planungs- und Bauphase unterstützt hat.

Bürgerbeteiligung: Die Gaben in der Gemeinde nutzen

Dr. Irmgard Ehlers, Prozessbegleiterin für kommunales Demografie-Management und Bürgerbeteiligung bei „Generationen. Dialog. Zukunft. Netzwerk für demografiebewusste Entwicklung e.V.“

Kirchengemeindemitglieder suchen vor Ort Möglichkeiten, sich nachhaltig zu engagieren, z.B. bei der Realisierung neuer Wohnformen. Wie gelingt es, Bürgerinnen und Bürger/ Gemeindemitglieder für Beteiligungsprozesse zu gewinnen? Dr. Irmgard Ehlers stellt vor, welche Unterstützungsmöglichkeiten das Netzwerk für demgrafiebewusste Entwicklung e.V. Generationen.Dialog.Zukunft, bietet, damit vorhandenes Wissen und Können vor Ort gebündelt wird.

Wohnungs und Städtebau heute: Gelebte Nachbarschaft im Quartier

Alexander Kentsch, Leiter kfm. Projektentwicklung und Projektmanagement bei der Siedlungswerk GmbH Wohnungs- und Städtebau

Mit knapp 75% größte Gesellschafterin des Siedlungswerks ist das Bistum Rottenburg-Stuttgart. Auch einige katholische Verbände sind Gesellschafter des Unternehmens, das seit 1948 Wohnungs- und Städtebau in allen Regionen Baden Württembergs betreibt. Alexander Kentsch stellt Projekte vor, in denen die Leitidee sozial gemischter Quartiere und Hausgemeinschaften verwirklicht wurde und Nachbarschaft, Austausch und Integration unterschiedlicher Lebensstile und -lagen gelebt werden.

11:00 Workshops: Gelegenheit, eines der Praxisbeispiele zu vertiefen

12:00 Mittagessen

13:00 Impulse Finanzen und Fördermöglichkeiten

Förderung katholischer Träger: Förderfonds „Bezahlbarer Wohnraum“ der Diözese RottenburgStuttgart

Alexander Bair, Geschäftsführer der Diözesanrats und Priesterrats der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Der Diözesanrat der Diözese Rottenburg-Stuttgart hat sich im Rahmen der pastoralen Schwerpunkte der Diözese dazu entschieden, Initiativen zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums zu fördern. Die beiden größten Förderinstrumente sind die „Kirchliche Wohnrauminitiative“ (Schaffung von/ Umwandlung in bezahlbarem/n Wohnraum) und die finanzielle Bezuschussung von Mietwohnraum für Mieter mit geringem Einkommen.

Möglichkeiten des Landeswohnbauförderprogramms BadenWürttemberg für kirchliche Akteure

Peter Grau, Immobilienbeauftragter Caritas Stiftung Stuttgart

Das Land Baden-Württemberg stellt für das Förderprogramm Wohnungsbau in den Jahren 2018 und 2019 insgesamt 500 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden der Neubau sozial gebunden Mietwohnraums sowie Änderungs- oder Erweiterungsmaßnahmen, die neuen Sozialmietwohnraum schaffen. Peter Grau stellt anhand des Beispiels Gernotstraße 4 in Stuttgart Feuerbach die Möglichkeiten des Förderprogramms für kirchliche Akteure dar.

Chancen einer Kommanditgesellschaft für die Realisierung neuer Wohnformen: Beispiel Projekt „Neue Nachbarn Tübingen“

Gunnar Laufer-Stark, Vorstand nestbau AG, Projektsteuerer für gemeinwohlorientierte Immobilien

Mit der Bürger-Wohnbau-Gesellschaft „Neue Nachbarn Tübingen“ wird neuer Wohnraum für Geflüchtete und „Alteingesessene“ mit niedrigem Einkommen geschaffen. Mehr als 100 engagierte Bürgerinnen und Bürger gestalten mit der Rechtsform der Kommanditgesellschaft neue Wohnformen, die dem Gemeinwohl dienen. Das Projekt gesteuert hat die nestbau AG, eine Bürger-Aktiengesellschaft für nachhaltige Entwicklung von Wohnimmobilien. Die Mieterinnen und Mieter leben in guten Häusern, die das jeweilige Quartier bereichern.

14:00 Marktplatz: Gelegenheit, sich näher zu finanziellen Fragen zu informieren

14:45 Rat und Tat – Plenum mit

Prälat Dr. Clemens Stroppel, Generalvikar der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Heinz Wolf, Geschäftsführender Vorstand der Caritas Stiftung Stuttgart

Peter Beck, Fachberater für Bürgerbeteiligungen und neue Wohn- und Lebensformen

16:00 Abschluss

Michael Buck, Mitglied des Vorstands der Arbeitsgemeinschaft katholischer Organisationen und Verbände Diözese Rottenburg-Stuttgart